Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
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December

2. Dezember 2020

I heard a bird sing

in the dark of December.

A magical thing.

And sweet to remember.

„We are nearer to Spring

Than we were in September,“

I heard a bird sing

In the dark of December.

Oliver Herford

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lange Abende

24. November 2020

Wie geht es Euch momentan mit den langen Abenden? Ich finds echt anstrengend. Besonders in dieser Zeit der Kontaktbeschränkungen. Darum hat dieses wunderschöne Abendlied so gut getan. Ich hoffe es geht Euch auch so.

Du läßt den Tag, o Gott, nun enden
und breitest Dunkel übers Land.
Wir waren heut in deinen Händen, 
nimm uns auch jetzt in deine Hand.

Die Erde kreist dem Tag entgegen, 
wir ruhen aus in deiner Nacht.
Wir danken dir für Schutz und Segen
wie jeder Mensch, der betend wacht.

Wenn uns der Schein der Sonne schwindet
und Licht den fernen Ländern bringt; 
wird dein Erbarmen dort verkündet, 
vieltausendfach dein Lob erklingt.

Denn wie der Morgen ohne Halten
als Leuchten um die Erde geht, 
scheint auf in wechselnden Gestalten
ein unaufhörliches Gebet.

Dein Reich, o Gott, ist ohne Grenzen.
Auch da, wo Menschenmacht regiert, 
wird neu der große Tag erglänzen, 
zu dem du alle Menschen führst.

Raymund Weber

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Zu viel des Guten?

6. November 2020

Gestern hatte ich 3 wichtige Termine, wegen denen ich auch etwas aufgeregt war. Ich habe mich intensiv vorbereite, aber auch seit ein paar Tagen für erfolgreiche Termine gebetet. Das erste Gespräch lief dann auch gut und ich bin dankbar zum zweiten Termin gefahren. Obwohl ich früh genug los gefahren bin, wurde es dann zeitlich knappt, da viel Verkehr war. Und so bin ich im Schritttempo durch Rottweil gefahren und habe mich das Hirn zermartert wie ich es jetzt noch pünktlich schaffen könnte, und vor allem wo ich bei diesem Verkehrsaufkommen einen Parkplatz in der Nähe des Rathauses finde. Also hab ich gebetet „Bitte mach, dass ich einen guten P…“, und dann hab ich mich selber unterbrochen. Denn folgender Gedanke kam in meinen Kopf: „Das kannst Du jetzt echt nicht auch noch verlangen. Er kann sich nicht auch noch um einen Parkplatz kümmern. Das wäre zu viel des Guten. Wärst halt noch früher losgefahren.“

Also habe ich in den sauren Apfel gebissen und im Rathaus angerufen, um zu sagen, dass ich 5 Minuten zu spät komme. Allerdings war bei der Assistentin des Oberbürgermeisters belegt. Und als ich gefrustet auflege sehe ich einen freien Parkplatz. In der Hauptstraße. Somit war ich auf die Minute pünktlich bei OB Broß.

Auch dieser Termin lief gut und mein dritter Termin am Abend ebenso.

Neben vielen politischen und grünen Themen habe ich gestern gelernt:  Zuviel des Guten gibt es bei Jesus nicht. Er kümmert sich sogar um meinen Parkplatz. 

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November

3. November 2020

In November, the earth is growing quiet. It is making its bed, a winter bed for flowers and small creatures. The bed is white and silent, and much life can hide beneath its blankets.

Cynthia Rylant

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Gastbeitrag E-Mobilität

30. Oktober 2020

Am 11. Oktober habe ich hier geschrieben, dass ich ein E-Auto bestellt habe. Hierzu hat Helmut Stoklossa einen ausführlichen Kommentar geschrieben. Damit der nicht untergeht poste ich ihn hier noch als Beitrag. Der Beitrag wurde von Helmut Stoklossa etwas angepasst.

Helmut Stoklossa ist Elektroniktechniker, Ausbildung in Umweltmanagement, Qualitätsbeauftragter und bringt über 60 Jahre berufliche Erfahrung in Entwicklung, Produktion und Vertrieb ein.

E-Mobilität zwischen Machern und Miesmachern

Unsere Welt ist endlich, Boden, Wasser, Luft, Rohstoffe, alles was Menschen und Tiere auf dem Planeten brauchen. Wenn wir so weitermachen und so weiterleben, die Erde „verbrauchen“ bis nichts mehr da ist, ist unsere Zukunft auch bald endlich. 

Deshalb ist es richtig und wichtig, dass fast alle Staaten und Gesellschaften auf der Erde nach sinnvollen Alternativen suchen, die die Umwelt schonen und in ferner Zukunft Verbräuche dieser Ressourcen ersetzt werden durch Einführung der globalen Kreislaufwirtschaft. Manche sind schon weiter als wir, bei manchen fehlt noch jede Einsicht, manche leugnen hartnäckig die erwiesenen Tatsachen. Es sind Zweifel angebracht, dass wir Menschen bereit sind, gravierende Veränderungen voranzutreiben, auch nur zu dulden. Zweifel, wenn man augenblicklich auch nur einen Blick wirft auf die Akzeptanz oder den Widerstand gegen Beschränkungen, die notwendig sind zur Bekämpfung der weltweiten Corona Pandemie. Trotzdem müssen wir anfangen die schützende Hand über unseren Erdball und unsere eigenen Lebensgrundlagen zu halten; in Verantwortung vor unseren Nachkommen.

Die Probleme sind vom Menschen gemacht, das haben uns die paar Wochen Lockdown bewiesen. Manche Messgrößen haben sich schon in so kurzer Zeit verbessert. Manche Ziele, die in 2 Jahrzehnten erreicht werden sollten, wurden in nur 2 Monaten erreicht, was beweist, dass Veränderung machbar ist. Wobei jetzt hier nicht einseitig für Verzicht plädiert werden soll.

Die Probleme sind entstanden, was Mobilität und Wirtschaft betrifft, durch Technik.

Die Probleme lassen sich deshalb durch technische Lösungsansätze lösen. Der voreilige Ruf nach Verzicht und Einschränkung ist verzichtbar, jedenfalls bis zum Beweis des Gegenteils.

Also schauen wir uns den Bösewicht Mobilität an. Was wird und wie alles transportiert, warum und wie weit? Ein riesiges Untersuchungsgebiet, aus dem wir jetzt die Personenbeförderung herausgreifen, den Individualverkehr mit dem eigenen Auto.

Ein einziger Baustein aus dem Erste Hilfe- Koffer für den Patienten Erde ist die Einführung alternativer Antriebstechnik, Abkehr vom Verbrennungsmotor. Politik sollte Ziele formulieren, nicht die technischen Wege vorschreiben. Das hat sich bei der Glühbirne schon bewährt, das Verfahren. Aber, das ist heute sichtbar, die E-Mobilität ist am weitesten fortgeschritten, übermorgen einführbar. Sie sollte da einsetzen, wo es die Umstände erlauben. Die Verbraucher werden diese Möglichkeiten finden, die Politik sollte den Rahmen setzen und wo möglich fördern. Andere Antriebstechniken werden und müssen folgen, zumal in dicht besiedelten Städten die Anschlussmöglichkeiten fehlen und auch die Netze auf so viel Energiebedarf nicht angepasst werden können.

Kritiker rechnen dann immer vor, dass die Produktion dieses Stromes auch CO² erzeugen würde. Woran das wohl liegen wird, frage ich mich. Will auch gleich die Antwort geben, weil Kritiker in ihren Köpfen noch nicht abgespeichert haben, dass man sich verabschieden muss von der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen; dass Veränderung möglich ist. Leider gehören die Entscheider in den Autowerken immer noch zu dieser Gruppe und verstärken die Skeptiker unter den Autoproduzenten. Die Folgen sehen wir schon jetzt, Deutschland ist nicht Vorreiter, sondern entwickelt sich zielstrebig zum Schlusslicht der Entwicklung. Ein Marktvergleich bei E- Autos (also solche, die nicht nur das Etikett am Heck befestigt haben, sondern die keinen Verbrennungsmotor und kein Getriebe mehr haben) zeigt, dass unsere Industrie zwar am Anfang des Weges steht, aber man fängt nicht mit elektrisch betriebenen Kleinwagen an, solche, die die große Gruppe Berufspendler brauchen könnte, sondern mit leistungsstarken, schweren Luxuskarossen, um geldschwere Käufer von den bisher nie erreichten Beschleunigungswerten solcher Fahrzeuge zu überzeugen. Das ist zwar ein Vorteil des Elektroantriebes, aber ein falsch platziertes Verkaufsmerkmal. Deutsche Autoindustrie zäumt also das berühmte Pferd am Schwanz auf. Wir produzieren nicht das, was die Menschen jetzt am dringendsten brauchen, sondern, womit man die größten Gewinne einfahren kann. Wen soll das schon wundern? Einen GRÜNEN, gewiss nicht.
Jetzt fällt der Industrie plötzlich ein, dass man ja auf Alternativen forschen möchte, Wasserstoff usw.. Ein Schelm, der dabei nicht vermutet, dass man nur Zeit gewinnen will um weiter und ungestört alte Technologie mit garantierter Gewinnerwartung am Leben erhalten und damit die E-Mobilität zu behindern. Was beim E- Bike möglich ist, geht in vielen Bereichen auch beim Auto. Gewiss nicht überall, das sei zugegeben. Das ist aber lange kein Grund, den ersten Schritt zu verweigern.

Denken wir einmal 75 Jahre zurück. Damals fiel die Entscheidung für die industrielle Großproduktion von Autos, am Standort Wolfsburg. Die wäre niemals ein Erfolgsmodell geworden, wenn das Produkt nicht Volkswagen geheißen hätte; das Auto, was sich jeder leisten können sollte. Da müssen wir heute hin, und nicht erst zum Jahre 2035! Ein Volkswagen mit dem E-Symbol am Heck.

Wir sind zwar nicht dumm, andere Länder um uns herum sind aber weiter. Sie treiben die Entwicklung an, gleichwohl wir immer noch auf der Bremse stehen. Es könnte ja unkalkulierbare Risiken geben auf dem Weg zum Ziel. Deutsche Unternehmen wollen am ersten Tag immer schon alles kalkuliert haben, sonst fängt man nur halbherzig an zu arbeiten. Das war aber nicht immer so, das beweisen unzählige Wirtschaftsgeschichten der Vergangenheit, nein, dieses zaghafte Denken hat sich mit zunehmenden Gewinnerwartungen sowie Risikoängsten eingebürgert.

Noch ein Ausblick in die Technik. Wenn wir in gleicher Weise verfahren hätten beim Ersatz der alten Glühbirne, so zaghaft vorgegangen wären, hätte es die ganze Entwicklung über die Leuchtstoffröhre, Energiesparlampe, Halogenlampe bis hin zur LED- Beleuchtung nicht gegeben. Der Weg zum Ziel hat die Ideen befördert. Wer gar nicht erst anfängt wird auch nicht ans Ziel kommen! Wichtig war auch der politische Schlusstermin, den damals die EU gesetzt hat. Die Proteste waren kurz, sinnlos und jetzt lautlos. Das E-Auto heute schreit nach Unterstützung!

– Die Lithium Batterien sind der Start in die neue Ära. Amerika arbeitet schon an Grenzflächen, also Isolatoren innerhalb der Batteriesegmente aus hauchdünnem Glas, statt Kunststoff. Das ermöglicht höhere Grenztemperaturen, folglich schnellere Ladezeiten und viel höhere Spitzenbelastbarkeit im Entlademodus.
– Es steht in Erwartung, die seltenen Edelmetalle zu ersetzen durch organische Stoffe. Am Ende einer solchen Entwicklung werden sich viele fragen, warum haben wir das nicht schon früher gemacht?
– Das Ziel bei Stromtankstellen sollte wenn irgend möglich, die Ladestation zu Hause sein, versorgt mit dem eigenen Solarstrom mit einer intelligenten Steuerung, die Prioritäten setzen kann, welcher Verbraucher im Haus zuerst bedient wird. Dabei ist heute schon möglich, dass die Autobatterie eines Elektroautos als Speichererweiterung der Haus- Pufferbatterie betrieben werden kann. Dort wird also Energie gespeichert, die die Hausbatterie nicht mehr aufnehmen kann, die deshalb für ein Miniendgeld an den Stromlieferanten verschleudert werden muss. – – Die Autobatterie kann also Strombedarfslücken im Haushalt füllen helfen, der Bezug von teurem externem Strom entfällt also teilweise.

Der Zug ist abgefahren, wir werden ihn von Deutschland aus nicht aufhalten, es ist nur die Frage, ob wir drin sitzen oder am Bahnsteig stehenbleiben mit lauter Zweifeln im Kopf. Drinnen sitzen die Macher, draußen die Miessmacher. Das darf so nicht kommen, das darf so nicht bleiben, dafür setzen sich die GRÜNEN ein mit ihrem ganzen politischen Gewicht.

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