Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
Grüne Politik

Who cares? Eine Initiative zum Weltfrauentag 2020

7. März 2020

 

Pflegerinnen, Sozialarbeiterinnen, Erzieherinnen und Hebammen tragen enorm hohe Verantwortung: Sie erziehen Kinder, pflegen unsere Eltern oder unterstützen dabei, Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Doch die gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung entspricht meist nicht der harten körperlichen und emotionalen Arbeit. Das trifft vor allem Frauen, die 80 Prozent der Beschäftigten in den Care-Berufen ausmachen. Das muss sich ändern!

Aus diesem Grund fordern die Grünen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Pflegeberufen und haben für den Weltfrauentag 2020 die Initiative #whocares? #wedo ins Leben gerufen. Am morgigen Weltfrauentag werden in den sozialen Medien unter dem Hashtag #whocares? zahlreiche Bilder wie das oben erscheinen mit dem Ziel auf die Situation im „Care“ Bereich aufmerksam zu machen. Auf dem Bild seht ihr mich zusammen mit Gaby Schrott (Kassiererin Grüne Tuttlingen) und Angelika Störk (Kreisvorstandssprecherin Grüne Tuttlingen).

Wie kann man die Arbeitsbedingungen in den sozialen Berufen konkret verbessern?

1. Mit mehr Personal: Keine unterbesetzten Schichten und überfüllten Kitas mehr! Wir brauchen gut finanzierte Sofortprogramme für Alten- und Krankenhauspflege zur Finanzierung einer notwendigen Stellenaufstockung. Durch höhere und verbindliche Personalschlüssel verhindern wir Überlastung. Für Kitas wollen wir gesetzlich sicherstellen, dass der Betreuungsschlüssel höchstens bei 1:3 (für Kinder unter drei Jahren) und 1:8 (über drei Jahren) liegen darf. Um mehr Fachkräfte zu gewinnen, soll ein Weiterbildungsgeld eingeführt werden, das 200 Euro höher ist als das individuelle Arbeitslosengeld.

2. Mit besserer Bezahlung durch Tarifverträge: Mehr Personal gibt es nur, wenn Care-Berufe attraktiver werden. Das heißt auch mehr Lohn. Wir fordern branchenweit allgemein verbindliche Tarifverträge für soziale Berufe.

3. Mit mehr Zeit und mehr Mitgestaltung: Beschäftigte müssen eine gesetzlich garantierte Mitsprache über den Umfang und die Einteilung ihrer Arbeitszeit erhalten, damit die Arbeit gut in ihr Leben passt. Zudem sollen Beschäftigte ein Recht auf Arbeitszeitverkürzung bekommen. In der Pflege wollen wir die Regelarbeitszeit auf 35 Stunden als neue Vollzeit verkürzen.

4. Mit einer kostenfreien Ausbildung: Es ist unverständlich, dass ausgerechnet die Ausbildung für soziale Berufe an vielen Orten aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Die Ausbildung in sozialen Berufen muss kostenfrei sein und sollte vergütet werden.

Pflegerinnen, Sozialarbeiterinnen, Erzieherinnen und Hebammen sind ausgebildete Fachkräfte, die mit Wissen, Kompetenz und Empathie jeden Tag unsere Gesellschaft zusammenhalten. Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, damit Menschen diesen Berufen langfristig mit Freude nachgehen wollen – und können. Dankbarkeit alleine reicht nicht. Gemeinsam kämpfen wir für mehr Anerkennung, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Who Cares? We do!

Um diesen Forderungen Gewicht zu verleihen suchen die Grünen Mitunterzeichner eines Appells. Du findest ihn hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich benutze Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem und der Datenschutzerklärung zu.