Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
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Transitzentren

13. Juli 2018

Ich schäme mich in einem der reichsten Länder der Erde zu leben, das solche menschenverachtenden Entscheidungen trifft. #Transitzentren #Seehofer #ichschämemich #ichbinwütend

Diesen Tweet habe ich am 3.7. geschrieben, als klar war, dass Hort Seehofer nicht abtritt, und er die Idee hatte Transitzentren einzurichten. Ich war wütend. Und ich hab mich geschämt. Und ich habe den Eindruck, dass es vielen Menschen so geht. Menschen die Flüchtlinge als Menschen ansehen, als gleichwertig, als hilfsbedürftig. Sind unsere Politiker von diesen Gedanken so weit davon entfernt? Wissen sie noch, wie die ganz normale Mittelschicht denkt und lebt? Ich spiele mit dem Gedanken Frau Merkel einen Brief zu schreiben. Einen Brief über meine Gefühle, Erfahrungen und Hoffnungen. Ein Brief mit dem Hashtag #ichschämemich

Mal sehen, ob ich diese Idee umsetze…

  1. Es muss am Wort „Heimatministerium“ liegen, eingeführt vom Innenminister Horst Seehofer, dass er solche Angst hat vor Emigranten. Eine christliche Auslegung von Heimat ist das sicher nicht, eher eine egoistische. Hauptsache, uns geht es gut, besser, am Besten!

    Unter grüner Regierungsbeteiligung, oder – führung, beides ist ab Sept. 21 denkbar, wird es deshalb, und auch noch aus anderen Gründen, einen Innenminister Seehofer nicht mehr geben.

    Im Gegenteil, dann wird endlich der Weg frei sein für ein Bleiberechtsgesetz, welches Flüchtlingen garantiert zu bleiben, wenn sie Jahre bei uns sind, ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, Arbeit und Wohnung haben.

    Dann werden auch die 200 Städte in Deutschland mit ihrer erklärten Absicht nicht mehr blockiert in ihrer Bereitschaft, Flüchtlinge in Not aufzunehmen.

    Dann werden auch die über 200 Betriebe ihren Wunsch erfüllt bekommen, Migranten, die sie ausgebildet haben, weiter zu beschäftigen, und vor Abschiebung in ihr altes Elend zu bewahren.

    Für diese ganze Unchristlichkeit zeichnet bald Herr Seehofer nicht mehr, Gott steht uns bei. Für all das stehe ich als Christ, Grüner und ehrenamtlicher Flüchtlingsbetreuer.

  2. „Niemand lässt Menschen ertrinken“,
    (…. und schaut zu!)

    Die deutsche Flüchtlingswirklichkeit ist nun 3 Jahre weiter und wir, zusammen mit Horst Seehofer sperren fleissig die EU Aussengrenzen ab, andere Staaten setzen Rettungsschiffe z. B. der evangelischen Kirche fest, hindern sie am Auslaufen und verhindern, dass sie die Aufgabe ausführen können, für die die ev. Kirche und viele Menschen gespendet haben. Die Folge: in 2021 bis heute über 800 Ertrunkene (ohne Dunkelziffer). Ich habe heute eine klare Aussage zu diesem Skandal vom Präses der ev. Kirche Bedfort- Strom in einem Interview gehört, was klarer nicht sein kann: „Niemand lässt Menschen ertrinken, Punkt!“ Ich bin stolz darauf, evangelisch zu sein.

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