Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
Allgemein

Kulturgeschichte

22. April 2018

In meinem Vortrag „Über den fairantwortlichen Umgang mit Kleidung“, berichte ich ja darüber wie ich vermeide Kleidung zu kaufen, und dass ich erst dann wieder konventionelle Kleidung tragen werde, wenn sich die Situation in den Produktionsländern verbessert hat. Im Anschluß an den Vortrag gibt es immer interessante Gespräche und Begegnungen mit den Besucherinnen.

Nach dem letzten Vortrag kam eine Frau auf mich zu und sagte: „Sie haben ja schon recht, mit dem was Sie sagen, und ich versuche ja auch Second Hand zu tragen, aber mein Verhältnis zu Kleidung kann ich nicht ändern. 2000 Jahre Kulturgeschichte lasten auf meinen Schultern!“

2000 Jahre Kulturgeschichte lasten auf meinen Schultern. An diesen Spruch muß ich seither immer wieder denken. Frauen meinen es wäre ihre, von der Geschichte und Evolution übergebene Aufgabe sich schön zu machen. Und dies unter anderem durch das Tragen von „besonderer“  Kleidung. Ich bin aber der Überzeugung, dass „frau“ sich schön, begehrenswert, attraktiv fühlt, wenn sie sich wohl in ihrer Haut fühlt, und nicht nur wohl in ihrer Kleidung. Sprich wenn „frau“ mit sich zufrieden ist, sich ihres Wertes und ihrer Würde bewusst ist, wenn sie ihren Körper akzeptiert wie er ist, und versteht, dass sie wunderbar gemacht ist, dann braucht sie keine Kleidung die besonders modisch, abwechslungsreich, auffällig ist. Und ich glaube, dass es in unserer Kulturgeschichte schon immer Frauen gegeben hat, die dies so gesehen haben…

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