Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
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der römische Brunnen

20. September 2017

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

Conrad Ferdinand Meyer

Dieses Gedicht habe ich vor ca. 20 Jahren zum ersten Mal gelesen, und es hat mir sofort gut gefallen. Und gestern musste ich spontan daran denken, denn gestern hat meine Freundin zu mir gesagt: Man sollte sein wie ein Brunnen, erst wenn man voll ist gibt man weiter. Sie wollte mir damit sagen, dass es Phasen im Leben gibt, in denen man leer ist, und eben nicht weitergeben kann. Also Phasen in denen man Ruhephasen braucht, und ehrenamtlich oder sozial weniger machen kann. Da hat sie sicher recht, und um mit sich selber gut umzugehen braucht es diese Erkenntnis. Am besten ist aber, wenn man von oben immer so gefüllt wird, dass es nie zu wenig ist, und man somit immer strömen und ruhen kann. Das wünsch ich mir. Und dir.

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